Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung

Natürlich gehört zur Fliegerei eine solide theoretische Ausbildung. Geprüft wird man in den Fächern:

  • Meteorologie
  • Luftrecht
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Navigation
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Aerodynamik
  • Technik
  • Sprechfunk

Es handelt sich meist um bekannte Multiple Choice Aufgaben, während man im Fach  Navigation eine Navigationsaufgabe rechnerisch sowie zeichnerisch lösen muss.

Jedes Fach muss mit mindestens 75 Prozent abgeschlossen werden. Andernfalls ist die Prüfung leider nicht bestanden. Der große Vorteil jedoch: Man muss nur die Fächer wiederholen, in denen man durchgefallen ist und nicht die gesamt Prüfung wie beim Führerschein.

Das Sprechfunkzeugnis

Zusätzlich muss man ein Sprechfunkzeugnis erwerben um im Sprechfunkverkehr teilnehmen zu dürfen. Man unterscheidet hier drei verschiedene Erlaubnisse:

Das BZF I: Das beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis in Englisch. Es berechtigt (mit zusätzlicher Englischprüfung) den Inhaber in englischer sowie deutscher Sprache, während einem Sichtflug, zu funken. Das Zeugnis berechtigt auch, im Ausland zu fliegen und am Sprechfunk teil zunehmen.

Das BZF II: Die gleichen Rechte wie das BZF I mit der Außnahme, dass nur in Deutsch gefunkt werden darf. Somit darf im Ausland und in bestimmten Lufträumen nicht geflogen werden.

Das AZF: Das Allgemeingültige Sprechfunkzeugnis. Es berechtigt den Inhaber in Deutsch sowie in Englisch bei einem Sichtflug aber auch bei einem Instrumentenflug zu funken. Es ist das höchste Sprechfunkzeugnis das man erlangen kann. Das AZF kann nur als Zusatzprüfung auf ein vorhandenes BZF I erlangt werden und ist nur mit einer zusätzlichen Englischprüfung gültig.

Für den Segelflug reicht das BZF II vollkommen aus!

Das Sprechfunkzeugnis können auch Nichtpiloten erwerben. So kann ein fliegerische Laie ebenfalls zu einer Funkprüfung gehen und das Sprechfunkzeugnis erwerben. Er dürfte dann den Funk auf einem Flug übernehmen jedoch nicht selbst fliegen.

Bei der Sprechfunkprüfung muss ebenfalls ein theoretische Multiple Choice Test mit mindesten 75 Prozent bestanden werden. Zusätzlich wird mit dem Prüfer ein simulierter Flug „am Tisch“ durchgeführt. Hier spielt der Prüfer den Fluglotsen und man selbst ist der Pilot. Bei einer BZF I Prüfung wird meist der Abflug in Deutsch und der Anflug auf Englisch durchgeführt.

Ist auch dieser Test bestanden, bekommt man das BZF ausgehändigt.